Boston Red Sox

      Moinsen,

      ich habe grade dieses schöne Forum entdeckt und hab gedacht ich melde mich gleich mal an. Und eine Frage habe ich auch schon. Mir ist in dem einem oder anderen Spiel der Red Sox aufgefallen, das der Head Coach den Relief Pitcher nach einem Inning schon wieder auswechselt, auch wenn er meiner Meinung auch ein gutes Spiel gemacht hat. Mir ist das in einem Spiel ganz besonders aufgefallen, weiß aber nicht mehr welches das war. Da hat der Fernando Abad geworfen und hat auch keinen Hit zugelassen. Trotzdem wurde er wieder raus genommen. Also warum ist das bei den Red Sox so das der Head Coach die Relief Pitcher immer wieder den Relief Pitcher schon nach einem Inning wieder auswechselt? Taktische Gründe oder doch andere Gründe?. Weil verstehen tu ich es wirklich nicht. Ich muss noch dazu sagen, ich beschäftige mich erst seit kurzem, also genauer gesagt seit Anfang diese Saison für Baseball. Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

      Grüße Neltharion
      Servus. Das ist nicht nur bei den Red Sox so sondern bei allen anderen Teams auch. Heutzutage pitchen die meisten relief-pitcher nur ein inning.
      Ausnahmen bilden die long reliever die zum Zug kommen wenn der starter früh runter muss (weil verletzt oder an dem Tag einfach schlecht).
      Es gibt sogar reliever, hauptsächlich unter Linkshändern zu finden, die kommen nur für einen batter (in dem Fall auch einen Linkshänder) ins Spiel und werden dann wieder runtergenommen.
      Moinsen,

      das führt für mich zu folgender Frage. Welchen Grund gibt es denn das die Relief Pitcher nur ein Inning pitchen? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das deren Kraft nur für ein Inning reicht.

      Grüße Neltharion
      Das kann mehrere Gründe haben bzw. auch alle zusammen:

      - Es ist schon so dass der eine pitcher länger, also mehr pitches, durchhält als der andere. Ein Starter sollte im Idealfall und wenn es für ihn gut läuft schon 100+ pitches pro Spiel werfen können. Das wird natürlich über die Jahre trainiert, aber trotzdem ist nicht jeder gleich geeignet.
      - Dann ist es so dass ein Relief Pitcher im Spiel ja nur einmal gegen ein paar Spieler des anderen Teams pitcht, ein Starter aber zwei, drei oder viermal gegen jeden Spieler pitcht. Je öfter ein Spieler vor allem im gleichen Spiel den gegnerischen Pitcher sieht, also gegen ihn an den Schlag kommt, desto wahrscheinlicher wird es dass er sich an seine pitches angepasst hat und einen hit landet. Die Statistik zeigt dass der Schlagdurchschnit der Spieler mit jedem Durchgang des lineups hochgeht. Es ist also deutlich schwieriger gegen den batter Erfolg zu haben je öfter man ihm im Spiel gegenüber steht.
      - Und dann gibt es noch Pitcher die einfach limitiert sind was die Anzahl verschiedener pitches angeht. Ein guter Starter sollte 3, besser 4 oder sogar 5 Pitcharten im Programm haben (also z.B. Fastball, Curveball, Slider und Changeup) und die im besten Fall überdurchschnittlich gut beherrschen. Nur so kann man, wie vorher beschrieben, Erfolg haben wenn man das ganze lineup mehrmals durchgehen muss.
      Relief Pitcher haben in der Regel nicht so ein großes Repertoire sondern sind eher Spezialisten mit 2 überdurchschnittlichen pitches, extrem bei sogenannten LOOGYs (Lefty One-Out GuY) zu sehen. Diese kommen im Prinzip nur ins Spiel um einen oder zwei linkshändige Batter auszumachen, gegen Rechtshänder pitchen sie fast nie.
      - Zu guter letzt ist es aber auch der Taktik des Managers geschuldet. Man nennt das "mix and match". Das heißt der Manager reagiert nachdem sein Starter draußen ist auf das lineup des Gegner und bringt dementsprechend die Relief Pitcher. Weiß er z.B. es kommen jetzt 3 Linkshänder in Folge an den Schlag wird er mit ziemlicher Sicherhet einen linkshändigen Pitcher bringen weil dieser grundsätzlich einen Vorteil hat wenn er gegen Spiele antritt die von der gleichen Seite schlagen von der er wirft. Ist bei Rechtshändern natürlich auch so, oft aber nicht so ausgeprägt weil rechtshändige Batter es eher gewohnt sind gegen rechtshändige Pitcher zu schlagen.

      Gibt bestimmt noch mehr Gründe, ich bin aber jetzt müde und muss ins Bett :saint:

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      Super erklärt von Bobbele, nur einen weiteren Grund würde ich gern noch anführen:
      Ein Starter, der meist 5-7 Innings und um die 100 Pitches absolviert, braucht danach erst mal ein paar Tage Pause. Den Reliever, der nur ein Inning pitcht, kannst du auch zwei oder drei Tage in Folge bringen. Auf diese Weise sind von den 7-8 Relievern, die man im aktiven Roster hat, eigentlich immer 4-6 einsetzbar. Dadurch kann man besser auf den Gegner reagieren und wird für ihn weniger ausrechenbar.

      Die Alternative zum vorherrschenden System wäre das sogenannte Piggy-Back: Zwei Pitcher teilen sich quasi den Start und decken damit das gesamte Spiel ab. In der MLB kommt das aus den genannten Gründen so gut wie nicht vor, in Jugend- und Amateurligen (auch in der deutschen Bundesliga) sieht man es hingegen öfter. Dort spielt der Grund, dass man nach einem Start oder mehreren Relief-Innings ein paar Tage Pause braucht, keine so große Rolle, da sowieso seltener gespielt wird.
      Das waren schöne Spiele am Wochenende der Dodgers in Fenway. Aber so viel Dodgers Fans auswärts? Das war nahezu ausgeglichen. Auch spielerisch sind die beiden nicht weit auseinander.
      Ich könnte mir vorstellen, dass Boston in der zweiten Saisonhälfte noch richtig im Fahrt kommt.
      Ein Hauch von World Series hatten die Spiele auf jeden Fall. Revanche geglückt!
      Naja haben die RedSox nicht 2 von 3 Spielen verloren? :D ... aber ich denk nicht das Boston noch kommt dafür sind sie nicht konstant genug. mal 2 Spiele richtig gut und dann 3 spiele wieder schlecht. aber dafür, dass die Sox am anfang mega schlecht waren sind sie jetzt besser das stimmt ... Fortnite verbot in der Kabine hat halt was gebracht xD
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