Was muss sich ändern, damit Baseball in Deutschland größer wird?

      Was muss sich ändern, damit Baseball in Deutschland größer wird?

      Ein Sehr Interessanter Bericht wie ich finde!



      Ich habe den Eindruck, dass Baseball in Deutschland eine rückläufige
      Entwicklung durchmacht. Vereine sterben oder müssen sich in
      Spielgemeinschaften zusammenfinden, Ligen bestehen nur noch aus wenigen
      Teams und die Anzahl der Jugendmannschaften nimmt ab.

      Quelle: Dugout24

      edit by Barney Gumble: Ich habe mal den kompletten Text entfernt und nur noch den ersten Absatz drin gelassen, sowie einen Link zur Quelle gesetzt. Ich bin mir nicht ganz sicher ob komplette Kopien gegen das Leistungsschutzrecht verstoßen. So sollten wir aber auf der sicheren Seite sein.
      Den Text hab ich glaub schonmal irgendwo gelesen... (Falls er kopiert wurde, dann verlinke ihn doch bitte noch wegen Copyright und so...)

      Der Text spricht viele Punkte gut an, aber so einen richtigen Lösungsansatz hab ich jetzt auch keinen...
      Ich habe leider auch keine Lösung parat, fürchte aber, dass sich auf absehbare Zeit nichts ändern wird, sondern es im Gegenteil noch schlimmer wird...
      Das eine Problem sind organisatorische und strukturelle Probleme, das Andere die Attraktivität.
      Auch wenn beide miteinander in engem Zusammenhang bestehen.

      Baseball wird sich hier nie durchsetzen werden, weil Fussball alles auffrisst.
      Selbst andere, "attraktivere" Sportarten wie Handball oder Eishockey stinken hier ab.
      Absolut keine Abdeckung in den Medien (oder wenig), hoher Kostenaufwand den Sport zu betreiben und die paar zahlungswilligen Sponsoren graben die Fussballer ab.

      Selbst Football hat sich in meinen Augen nie wirklich durchgesetzt, NFL Europe hin oder her.
      Man schaue sich mal die Zuschauerzahlen in der GFL an, toll ist anders.

      Ich glaube, Baseball wird für die breite Masse nie attraktiv sein. Die Meisten, die sich hierzulande dafür interessieren, waren doch selber mal in den Staaten oder sind auf anderen Wegen aus Amerika infiziert worden.
      Wie will man da mehr Zuschauer bekommen ?
      Dazu kommen noch Faktoren wie relativ lange Spiele in denen auch mal augenscheinlich "nichts" passieren kann.
      Selbst in Amerika ist Baseball Leuten zu langweilig...

      Dann kommen die strukturellen Probleme hier - Spieler finden, Platz finden, Anforderungen an Anlage erfüllen, komplett unausgeglichene Ligen, geographisch unvorteilhaft zusammen gestellte Ligen...

      Denke mal, der DBV und die Landesverbände werden selbst auch genug zu knapsen haben. Zumal alles quasi "ohne Geld" stattfinden muss, wenn man es mit anderen Sportarten vergleicht.

      Ich denke, die MLB müsste sich dem annehmen, aber warum sollte sie das ausgerechnet in Deutschland tun ?

      Ich habe leider wenig Hoffnung auf Änderung... :(

      Daniel schrieb:

      Ich denke, die MLB müsste sich dem annehmen, aber warum sollte sie das ausgerechnet in Deutschland tun ?
      Weil es hier etwas zu verdienen gibt. Deutschland ist eine starke Volkswirtschaft mit dem vierthöchsten Bruttonationaleinkommen. Hier kann man noch Geld holen und bei aller Liebe zum Sport ist auch Baseball in der MLB nur ein Geschäft.
      Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse!

      Was muss sich ändern, damit Baseball in Deutschland größer wird?

      Ja, klar.
      Du müsstest aber jede Menge Kohle blechen und wirst unterm Strich nichts zurück bekommen.
      Wo sind denn die ganzen NFL Trikots, Caps und vor Allem Fans, die man sich damals erhofft hat ?


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      Ich kann jetzt nur subjektiv von meiner Wahrnehmung sprechen, aber ich kenne mittlerweile fast keinen mehr, der sich nicht für Football interessiert. Die NFL Europe hat durchaus für einen Aufschwung gesorgt. Der Zuschauerschnitt der GFL ist wohl gestiegen, beim German Bowl sind stets fünfstellige Zuschauerzahlen und in den unteren Ligen freut man sich über neue Vereine. In Dortmund kennt jeder die Giants und es ist bei den Kids momentan hip, wenn man dort spielt. Das würde ich mir auch für Baseball wünschen.
      Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse!
      Moin und ahoi, ich bin neu hier im Forum, nachdem ich schweren Herzens realisiert habe, dass im DBV-Forum nicht mehr viel los ist.

      Zum Thema: Ich glaube nicht, dass langfristig irgend etwas besser wird. Allein wegen des demographischen Wandels wird es keine Besserung der Lage geben. Die eh schon rah gesähten Jugendteams werden noch weniger werden. Auf Fernsehzeiten braucht auch kein Mensch mehr hoffen. Wichtiger wäre, dass das, was in Regensburg, Haar und inzwischen einigen anderen Teams an Livestreams geboten wird, flächendeckend Schule macht. Ich glaube auch nicht daran, dass, wenn Donald Lutz oder ein anderer deutscher Spieler dauerhaft in der MLB spielten, ein Boom ausgelöst werden würde. Wichtiger ist, dass man vor Ort Bekanntheit erlangt und die Leute anzieht.

      hodenauge schrieb:

      Allein wegen des demographischen Wandels wird es keine Besserung der Lage geben. Die eh schon rah gesähten Jugendteams werden noch weniger werden.
      Schon deswegen wäre es gut, wenn der DBV eine entsprechende Förderung durchführen würde. Stattdessen macht er es den Vereinen vor Ort mit Regularien immer schwerer.

      hodenauge schrieb:

      Ich glaube auch nicht daran, dass, wenn Donald Lutz oder ein anderer deutscher Spieler dauerhaft in der MLB spielten, ein Boom ausgelöst werden würde.
      Medienhypes lassen sich schwer vorhersagen. Wenn man einen sympathischen Spieler hat, mit dem sich die Kinder und Jugendlichen identifizieren können, kommt der Rest von selbst.
      Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse!

      Barney Gumble schrieb:


      Medienhypes lassen sich schwer vorhersagen. Wenn man einen sympathischen Spieler hat, mit dem sich die Kinder und Jugendlichen identifizieren können, kommt der Rest von selbst.


      Wie damals mit Boris Becker und Tennis? Da glaube ich leider nicht dran.

      Da geht ein einzelner Spieler in der MLB einfach zu sehr unter. Die Strahlkraft eines Boris der mehrer Grand Slams abräumt und an der Weltspitze eines Individualsports steht ist einfach was ganz anderes als irgendein deutscher der in irgendeiner Mannschaft in diesem komischen amerikanischen Sport spielt.

      In meinem Bekanntenkreis gibt es einige die das ganze recht Interessant finden wenn ich von Baseball erzähle, aber selbst diese potenziellen Interessenten, die mal genauer nachfragen und mal mit zu einem Spiel kommen, wussten vorher so gut wie nichts darüber. Zum Beispiel wie diese amerikanische Liga da heisst usw. Die sind eher überrascht davon das ganze in Deutschland anzutreffen. ("Echt da gibts ne richtige Bundesliga?")

      Damit will ich sagen, ich halte den Sport hierzulande einfach für viel zu unpopulär als dass sich da in absehbarer Zeit irgendein Hype und somit verbundener Wachstum entwickelt. Leider...
      In Schleswig Holstein und Hamburg haben wir gerade ein neues Konzept beschlossen, um Besser mit Schulen zusammen zuarbeiten. Wir Stellen, wenn nötig, auf unsere Kosten für ein gegebenenfalls zwei Doppelstunden der Schule einen Trainer zu Verfügung, der mit den Kids Baseball Spielt.
      Bevor Baseball in Deutschland prominenter werden könnte, müsste bei den Leuten die Intention ausgelöst werden, sich überhaupt mal mit den Regeln auseinanderzusetzen.
      Baseball ist ja eine recht komplizierte Sportart, sehr statistikverliebt, mit komplexen Strukturen.
      Es ist also nicht wie im Basketball oder Eishockey, wo man sich vor das Fernsehen setzt und relativ schnell das Spiel versteht.
      Da ist es schon richtig, dass man in den Schulen anfängt.
      Denn wenn jemand die Regeln nicht versteht, wird er sich auch nicht weiter mit der Sportart auseinander setzen. ;)

      Freshman schrieb:

      Wie damals mit Boris Becker und Tennis?
      Das war in den 80ern und hatte eindeutige Ursachen. Es gab zu dem Zeitpunkt recht wenig TV-Sender. Privatfernsehen begann langsam und hatte relativ wenige Haushalte. Man musste schauen, was einem angeboten wurde. Beim ZDF gab es einen Tennisspieler in höherer Position und der hat Tennis mit Becker, Graf, Lendl, usw. ins Programm gehievt, auch in weiteren Sendungen für Werbung gesorgt (Nachrichten, Shows) und damit einen Hype ausgelöst. Ähnlich hat es RTL mit der Formel 1 und mit Boxen um Henry Maske und Axel Schulz gemacht. Rechte besorgt, umfangreiches Programm und jede Menge Werbung. Das geht auch mit Baseball. Das geht mit jedem "Mist".

      Freshman schrieb:

      Damit will ich sagen, ich halte den Sport hierzulande einfach für viel zu unpopulär als dass sich da in absehbarer Zeit irgendein Hype und somit verbundener Wachstum entwickelt.
      Stell dir vor ein Stefan Raab würde ein Baseball-Spiel als Show aufziehen. Irgendwas in der Art von "Die große tv total-Baseball-Meisterschaft". Was meinst du wie schnell die hypegesteuerten Zuschauer anfangen sich für Baseball zu interessieren? Ihnen würden die Regeln durch diese Show näher gebracht und nicht wenige bleiben hängen. Als Raab damals seine Wok-WM aufzog, hatten die Bob- und Rodelvereine Zulauf. Auch die Turmspringer beim DSV wurden mehr. Poker war in Deutschland bereits ein Hype, als Raab seine Shows anfing, spielte es auf einmal jeder.

      Es würde nur nichts nutzen, wenn man eine solche Show bringt und im TV gäbe es weiterhin kein Baseball. Man muss versuchen die MLB irgendwo unter zu bringen, wo sie die Leute sehen können. Wie in den 90ern mit der NBA bei DSF. Der Rest wäre dann Arbeit vom DBV um die interessierten Kids in die Ballparks zu holen.

      Bautista schrieb:

      Bevor Baseball in Deutschland prominenter werden könnte, müsste bei den Leuten die Intention ausgelöst werden, sich überhaupt mal mit den Regeln auseinanderzusetzen.
      Hast du die Serie Europa vs. Japan auf Eurosport gesehen? Ich finde, die haben das sehr gut gemacht. Ich finde es auch nicht schlecht wie Sport1US die Commercial Breaks nutzt um die Regeln zu erklären. Man könnte so etwas in der Art in der Vorberichterstattung bringen. Wer Baseball schon kennt, hört da weg und holt sich sein Knabberzeug oder geht noch einmal Pipi machen. Wer es nicht so kennt, wird es sich ansehen. Der Rest muss in der laufenden Berichterstattung erfolgen. Wichtig ist dafür, dass der Kommentar in Deutsch ist. Für uns Fans mag es toll sein, dass Sport1US den Originalkommentar sendet. Wir Freaks haben sowieso alle MLB.tv. Für Newbies ist das jedoch schon fast tödlich und abschreckend.
      Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse!

      Bautista schrieb:

      Baseball ist ja eine recht komplizierte Sportart, sehr statistikverliebt, mit komplexen Strukturen.


      Ich weiß nicht, warum Baseball immer als kompliziert bezeichnet wird. Das Grundprinzip ist doch so einfach, wie es nur sein kann: Schlag den Ball weg und lauf so weit du kannst, bevor er wieder da ist. Dass der Teufel in zahlreichen Details steckt, ist unbestreitbar, aber das ist doch in vielen Sportarten so, auch beim Basketball oder Eishockey, beim Football sowieso. Ich weigere mich zu glauben, dass der Durchschnittseuropäer kognitiv so weit hinter dem Durchschnittsamerikaner zurück liegt, dass man dem einen das Verständnis eines Baseballspiels zumuten kann, während bei dem anderen die Aufnahmefähigkeit schon mit der Abseitsregel an ihre Grenzen stößt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Aparicio Rodriguez“ ()

      Barney Gumble schrieb:

      Stell dir vor ein Stefan Raab würde ein Baseball-Spiel als Show aufziehen. Irgendwas in der Art von "Die große tv total-Baseball-Meisterschaft". Was meinst du wie schnell die hypegesteuerten Zuschauer anfangen sich für Baseball zu interessieren? Ihnen würden die Regeln durch diese Show näher gebracht und nicht wenige bleiben hängen. Als Raab damals seine Wok-WM aufzog, hatten die Bob- und Rodelvereine Zulauf. Auch die Turmspringer beim DSV wurden mehr. Poker war in Deutschland bereits ein Hype, als Raab seine Shows anfing, spielte es auf einmal jeder.

      Es würde nur nichts nutzen, wenn man eine solche Show bringt und im TV gäbe es weiterhin kein Baseball. Man muss versuchen die MLB irgendwo unter zu bringen, wo sie die Leute sehen können. Wie in den 90ern mit der NBA bei DSF. Der Rest wäre dann Arbeit vom DBV um die interessierten Kids in die Ballparks zu holen.


      Ja das mag sogar sein, dass wenn all das passieren würde ein Wachstum angestoßen wird. Dennoch halte ich es leider für sehr unwahrscheinlich.
      Raab ist zwar ein Allrounder der sich für viele Sportarten interessiert, aber eine Baseballkeule scheint er, wie man HIER sehen kann, noch nie vorher geschwungen zu haben. ;)

      Und die Sache mit Baseball im deutschen TV, da frage ich mich wie man sowas überhaupt umsetzen soll aufgrund der Masse an Spielen.
      Anfang der 2000er kam am Wochenende immer eine 20-minütige Zusammenfassung der NBA Spiele auf DSF. Bei Baseball müsste man fast täglich sowas zeigen, und dann ist es immernoch nur eine Zusammenfassung...

      Aparicio Rodriguez schrieb:


      Ich weiß nicht, warum Baseball immer als kompliziert bezeichnet wird. Das Grundprinzip ist doch so einfach, wie es nur sein kann: Schlag den Ball weg und lauf so weit du kannst, bevor er wieder da ist. Dass der Teufel in zahlreichen Details steckt, ist unbestreitbar, aber das ist doch in vielen Sportarten so, auch beim Basketball oder Eishockey, beim Football sowieso. Ich weigere mich zu glauben, dass der Durchschnittseuropäer kognitiv so weit hinter dem Durchschnittsamerikaner zurück liegt, dass man dem einen das Verständnis eines Baseballspiels zumuten kann, während bei dem anderen die Aufnahmefähigkeit schon mit der Abseitsregel an ihre Grenzen stößt.


      Ja das ist schon richtig. Aber wenn ich mal mit interessierten Freunden Baseball schaue, dann muss ich doch sehr viele Fragen beantworten. Denn, der eine knüppelt gegen den Ball und rennt so schnell er kann ist die eine Seite, drumherum passiert allerdings so viel dass man mit dieser Information allein das Spiel und das was da vor sich geht kaum verstehen kann. Zumindest nicht so dass es auch Interessant ist.

      Bei Fußball, Eishockey, Basketball etc. reicht diese Info (Jede Mannschaft versucht den Ball/Puk in das gegnerische Tor zu befördern) aus um das Spiel zu verfolgen und zu verstehen was da wie und warum vor sich geht. Klar hat man dann noch nicht die Tiefe des Spiels verstanden, aber man versteht grundlegende Spielzüge.

      Dabei geht es auch nicht um Intellekt. Natürlich kann jeder die Regeln von Baseball verstehen. Aber man muss es auch verstehen wollen, bei gennannten anderen Beispielen kommt das eher Beiläufig. Zumindest ist das meine Erfahrung...

      Aparicio Rodriguez schrieb:

      Bautista schrieb:

      Baseball ist ja eine recht komplizierte Sportart, sehr statistikverliebt, mit komplexen Strukturen.


      Ich weiß nicht, warum Baseball immer als kompliziert bezeichnet wird. Das Grundprinzip ist doch so einfach, wie es nur sein kann: Schlag den Ball weg und lauf so weit du kannst, bevor er wieder da ist. Dass der Teufel in zahlreichen Details steckt, ist unbestreitbar, aber das ist doch in vielen Sportarten so, auch beim Basketball oder Eishockey, beim Football sowieso. Ich weigere mich zu glauben, dass der Durchschnittseuropäer kognitiv so weit hinter dem Durchschnittsamerikaner zurück liegt, dass man dem einen das Verständnis eines Baseballspiels zumuten kann, während bei dem anderen die Aufnahmefähigkeit schon mit der Abseitsregel an ihre Grenzen stößt.


      Freshman schrieb:


      Aparicio Rodriguez schrieb:


      Ich weiß nicht, warum Baseball immer als kompliziert bezeichnet wird. Das Grundprinzip ist doch so einfach, wie es nur sein kann: Schlag den Ball weg und lauf so weit du kannst, bevor er wieder da ist. Dass der Teufel in zahlreichen Details steckt, ist unbestreitbar, aber das ist doch in vielen Sportarten so, auch beim Basketball oder Eishockey, beim Football sowieso. Ich weigere mich zu glauben, dass der Durchschnittseuropäer kognitiv so weit hinter dem Durchschnittsamerikaner zurück liegt, dass man dem einen das Verständnis eines Baseballspiels zumuten kann, während bei dem anderen die Aufnahmefähigkeit schon mit der Abseitsregel an ihre Grenzen stößt.


      Ja das ist schon richtig. Aber wenn ich mal mit interessierten Freunden Baseball schaue, dann muss ich doch sehr viele Fragen beantworten. Denn, der eine knüppelt gegen den Ball und rennt so schnell er kann ist die eine Seite, drumherum passiert allerdings so viel dass man mit dieser Information allein das Spiel und das was da vor sich geht kaum verstehen kann. Zumindest nicht so dass es auch Interessant ist.

      Bei Fußball, Eishockey, Basketball etc. reicht diese Info (Jede Mannschaft versucht den Ball/Puk in das gegnerische Tor zu befördern) aus um das Spiel zu verfolgen und zu verstehen was da wie und warum vor sich geht. Klar hat man dann noch nicht die Tiefe des Spiels verstanden, aber man versteht grundlegende Spielzüge.

      Dabei geht es auch nicht um Intellekt. Natürlich kann jeder die Regeln von Baseball verstehen. Aber man muss es auch verstehen wollen, bei gennannten anderen Beispielen kommt das eher Beiläufig. Zumindest ist das meine Erfahrung...


      Freshman hat meiner Meinung nach die passende Antwort gegeben.
      Baseball ist einfach nicht so, dass du einem erklären könntest, der Ball muss ins Tor oder in den Korb.
      Und auch wenn das Grundprinzip einfach zu sein scheint, ist Baseball sehr erklärungsbedürftig.
      Das hat nichts mit der Intelligenz zu tun, aber in den USA, der Karibik, oder Asien wachsen die Kinder mit der Sportart auf, lernen die Grundstrukturen...
      Du musst doch erst mal einem erwachsenen Menschen in Europa für die Regeln sensibilisieren. Und wie Freshman so schön schrieb, man muss die Regeln erstmal verstehen wollen.
      Erkläre mal einem, warum er Stunden damit verbringen soll Baseballregeln zu lernen, wenn er die Zeit damit verbringen kann, sich Fußball reinzuziehen, sprich eine Sportart, die er bereits versteht. Oder Eishockey, Basketball etc. was sich für das europäische Sportvertändnis eher ergibt.

      Noch einen Einwand: Um eine Sportart in einem Land publik zu machen, benötigt diese Sportart eine nationale oder sogar eine regionale Identität. Es reicht nicht, die Sportart von einen Land zu transferieren und die jeweiligen Traditionen des Ursprungslandes versuchen zu übernehmen. Ganz vereinfacht oder profan ausgedrückt mal ein Beispiel: Die Namensgebung der deutschen Vereine. Da heißen diese dann Capitals, Cadinals, Stealers, Tornados etc.... Assoziiert man natürlich gleich mit den USA. Frage: Will man die Klubs in den USA etablieren oder in Deutschland? Es werden eigene Traditionen benötigt und die Etablierung dieser. Die Art ein Sportevent in den USA zu genießen ist ein ganz anderes als hier in Europa. Von daher wird hier auch ein Umdenken erfordert. Die Japaner zum Beispiel erleben Baseball wiederum anders als in Nordamerika. D. h. man lebt eine eigene Fankultur, die über Jahre gewachsen ist. Und die ganze Sportart hat sich dort national teilweise recht heterogen zum amerikanischen Baseball entwickelt.

      Daniel schrieb:

      Auch nicht zu unterschätzen ist der Aspekt, dass je besser die Teams sind, desto weniger passiert auf dem Feld...
      Für Freaks wie uns sind 15 Strikeouts in Folge vielleicht geil anzuschauen, aber für "Neulinge" doch wohl eher uninteressant...

      Man könnte die Bundesliga-Doubleheader ja um ein Homerun-Derby erweitern^^
      2 Spieler pro Team und ein Zuschauer kloppen in der Pause Bälle raus...
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